In der brasilianischen Planungsregion „Amazônia Legal“ wurde seit Anfang der 1970er Jahre die Vernichtung von Regenwäldern für Abbau von Bodenschätzen, Rinderzucht, Sojaanbau, die Verkehrsinfrastruktur und Wasserkraftwerke ohne Rücksicht auf die indigene Bevölkerung und die sozio-ökologische Vulnerabilität der Region durchgeführt. Die Umsetzung der Großprojekte führte zu katastrophalen Umweltproblemen. Programme zu einer nachhaltigen Entwicklung brachten Verbesserungen, haben aber noch keine entscheidende großflächige Wirkung. Die Zerstörung der Artenvielfalt und die Instabilität der Niederschläge stellen nicht nur eine Bedrohung für die amazonische Bevölkerung und die Region dar, sondern haben auch globale Auswirkungen auf den Klimawandel. In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich Teile von Amazônia Legal von einer CO2-Senke zu einer Quelle von CO2-Emissionen entwickelt.
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